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Henning Wall
Die Geilenkirchener Kreisbahnen - 100 Jahre 1900-2000
Von Alsdorf bei Aachen über die Kreisstadt Geilenkirchen bis Tüddern an der niederländischen Grenze reichte einst diese meterspurige Kleinbahn, die am 7. April 1900 eröffnet wurde. Im Personenverkehr dominierte lange der Alsdorfer Streckenast mit dem Arbeiterverkehr zur Steinkohlengrube Anna. Im Güterverkehr wurden neben Kohlen vorwiegend landwirtschaftliche Produkte, Ziegeleierzeugnisse und Sand aus bahneigenen Gruben verfrachtet - ab Ende der dreißiger Jahre im Rollwagen- bzw. Rollbockbetrieb.
Nach dem Krieg wurde die Straßenkonkurrenz übermächtig und die Strecke Stück für Stück stillgelegt. Jahrzehntelang beherrschten Mallet-Dampflokomotiven das Bild der Kreisbahn, 1936 übernahm der erste Dieseltriebwagen einen Teil des Personenverkehrs. Die letzten Jahre bis 1971 waren fast ausschließlich vom Rübentransport auf Rollböcken in Dieseltraktion geprägt.
Fast zeitgleich mit der Stillegung etablierten sich Schmalspurfreunde auf dem Reststück der GKB und bauten eine Museumsbahn auf, heute als "Selfkantbahn" über die Grenzen bekannt. Mit rund 30-jährigem Betrieb hat die Selfkantbahn inzwischen ihre eigene Geschichte, die im Jubiläumsbuch ebenfalls ihre ausführliche Würdigung findet. Quasi ein Doppelporträt zweier Bahnbetriebe, illustriert mit zahlreichen Fotos, Plänen und Fahrzeugzeichnungen im Maßstab 1:87.
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